The truth is in the soil, wieder ins Fühlen kommen ( Hüther), Hüte Dich vor denen, die viel Wissen, aber nichts fühlen ( Kästner?), stell keine Fragen, deren Antworten du nicht leben kannst, ein Haus der Verwandlug, Trauer als Hüterin der Verwandlung, ein basecamp zum alleinreisen, der Sprung ins Leere. ( Begenungen der letzten Woche)

 

 

Trauer als Begegnung mit dem Nichtsein, existenzielle Erfahrung von Leere, Horror vacui

 

All unser Lieben ist Bindung, und all unsere Bindungen sind Schutz und Trutz gegen Fremdheit, Kälte, Gleichgültigkeit und die Grausamkeit der Welt.Der tatsächliche Verlust oder drohende Verlust einer Bindung kann eine extrem bedrohliche Erfahrung sein, die einem Geworfensein ins Nichts gleichkommt.

 

Protest und Klage, Schreien und Weinen sind Versuche, die Verstorbenen oder das Verlorene zurückzurufen. Bleibt dieses Rufen unbeantwortet, reagieren Menschen mit Apathie, Stummheit, Ohnmacht, ein Sich-aufgeben, ein symbolisches Sterben, das sich auch in Todessehnsucht oder in dem Wunsch nach Abwesenheit ausdrücken kann, in Zuständen in denen das eigene Bewusstsein schwindet ( Schlaf, Rausch, Verschmelzung) Keine Antwort  vgl ohne Resonanz/ Antwortlosigkeit der Welt.  „Lebensmüdigkeit“ kann auch aus Überanstrengung, Pflichterfüllung und Arbeit bis zum Burnout entstehen. Müdigkeitsgesellschaft. Aus diesem Zustand erwächst nicht mehr der Wunsch nach einem intensiveren Leben, sondern nur noch nach Entlastung, Ruhe und man wird verführbar für alle "tödlichen" Sicherheitheitsversprechen?? Nicht können können. Der Eros besiegt die Depression. Eine Ruheposition finden, in der man sich fühlen und fallen lassen kann, Bewegungslosigkeit genießbar und der Boden wieder spürbar wird. Welcher Boden?

 

Im Gegensatz zum Wunsch und der Suche nach Abwesenheit steht die Angst vor dem Verschwinden, die das Gefühl des Horror vacui auslösen kann. Angst vor Stille, Dunkelheit, Leere, Einsamkeit, vor der Abwesenheit anderer, dem Verschwinden von Geräuschen, Empfindungen. Horror vacui, lateinisch Terror vor der Leere, in der Psychologie als Agoraphobie bekannt ist. In der Physik und Philosophie deutet horror vacui auf eine von Aristoteles entwickelte Theorie hin, die besagt, dass "die Natur die Leere scheut" und sie deshalb immer füllt. Jedes Gas oder jede Flüssigkeit versucht, den Raum zu füllen, ohne Leere zu hinterlassen. The horror, the horror. vgl Zen

 

 

 

Etymologisch verweist Trauer auf: die Augen niederschlagen, schlaff sein, nachlassen, aufhören, schläfern, fallen

 


Zombie

Der Begriff Zombie leitet sich von dem Wort nzùmbe aus der Bantusprache Kimbundu ab. Er bezeichnete dort ursprünglich einen Totengeist, der nicht nur als Gespenst, sondern körperlich in die Welt der Lebenden zurückkehren. Als „Untote“ sind Zombies Lebenden gegenüber meist böse gesinnt, weil sie sich für erlittenes Unrecht rächen wollen oder ihre Seele wegen ihres schlechten Lebenswandels nicht erlöst worden ist. In der Populärkultur oft als träge umherirrende Untote oder Infizierte mit ausgestreckten Armen und blutig entstelltem, bereits halbverwestem Gesicht und leerem Blick inszeniert. In der letzten Zeit ist vermehrt eine Abkehr vom metaphysischen Zombiebild zu beobachten. Zombies sind oft träger von Virusinfektionen, wer wer mit ihrem Blut in Kontakt kommt mutiert ebenfalls zum Zombie.

 

Zomies dienen auch als Metapher für ein angepasstes Dahinvegetieren, unterwürfigen und kritiklosen Gehorsam („Kadavergehorsam“), passiven Konsum und Gleichgültigkeit.

 

In den meisten Zombiefilmen gibt es eine gesellschaftskritische Konstante: Die größte Gefahr geht zwar von den Zombies aus, jedoch entwickeln auch gesunde Menschen Im Zuge  des Selbsterhaltungstriebs destruktive Verhaltensmuster: Der Wegfall von sozialen Normen und Werten, der im Zombiefilm typischerweise mit der Invasion der Untoten einhergeht, und die Angst um die eigene Sicherheit – gepaart mit Opportunismus und Egoismus – erzeugen ein Klima der Feindseligkeit, das Kooperation verhindert. Motiv vieler Zombiefilme ist das Abschotten des verbliebenen Restes an Menschen in einer für Zivilisation stehenden Einrichtung, einer Megastadt oder einem Einkaufszentrum.

 

 

 

 

 

"Und darum ist es so wichtig einsam und aufmerksam zu sein, wenn man traurig ist, weil der scheinbar ergebnislose, starre Augenblick, da unsere Zukunft uns betritt, dem Leben soviel näher steht als jener andere laute und zufällige Zeitpunkt, da sie uns, wie von außen her, geschieht." (Rilke)