Basilikata - Reisen, Gedanken, Erinnerungen

 

Ich habe diesen wundervollen Blog gefunden, der inzwischen als Buch mit dem Titel Matera, die Basilicata und ich - ein persönlicher und literarischer Reisebegleiter erschienen ist. Ich habe den Autor Michale Mente gebeten, sein Projekt hier kurz vorzustellen.

 

 

Ein Begleiter für Reisende auf dem Weg in dieses mystische Herz Süditaliens: Eine Sammlung von Notizen und oftmals unerwarteten Gedanken eines in der Schweiz geborenen und aufgewachsenen Sohnes Lukaniens. Reisend und schreibend entdeckt Michael Mente seine zweite Heimat, diejenige seines Vaters, und trifft auf dem Weg auch noch jenen Christus an, der sich nach Carlo Levi doch noch auf die Suche nach einem ihm unbekannten Land aufmacht: Die uralte Stadt Matera mit seinen Sassi und die Basilicata.

 

Die ursprünglich lose in Form eines Blogs entstandene Aufsatzsammlung lädt ein zum Entdecken einer für lange Zeit unsichtbar gewordenen Gegend zwischen Apulien, Kalabrien, und Kampanien: Weitgehend intakte und mystisch wirkende Landschaften, ein von Kulturen und Menschheitsgeschichte getränkter Boden im Kreuz zwischen zweier Meere und der Nord-Südverbindung auf dem Land, Folklore und Traditionen, die ferne Zeiten erahnen lassen, der Reichtum einer genuinen, aber einfachen agro-pastoralen Küche, die von einer ergreifenden Echtheit der einst bitterarmen Lebenswelten zeugen und heute moderne «Chefs» inspirieren, eine überwältigende Gastfreundschaft und die Herzlichkeit der Menschen – nichts lässt einen hier unberührt, wenn man mit offenen Herzen und Augen reist.

 

Man muss sich also nicht wundern, wenn die Begegnung mit dieser zauberhaften, kontrastreichen und vielfältigen Region, jenseits der massentouristischen Trampelpfade, plötzlich existenzielle Fragen und Erhabenheitsgefühle in einem auslösen kann. Denn: Etwas Lukanien steckt in jedem von uns.

 

Michael Mente (*1976) ist promovierter Historiker, Sprach- und Informationswissenschaftler sowie leidenschaftlicher Autor. Ohne es zu ahnen, hat er sich im Schreiben über die Gegend von Francis Ford Coppola, Horaz, Pythagoras und vielen anderen bekannten und weniger bekannten Menschen vielleicht auch noch zu einem «Paesologen» gemausert. Hinter diesem Titel, für den er mit dem vorliegenden Werk gerne kandidieren würde, steckt eine vom süditalienischen Schriftsteller Franco Arminio propagierte praktische Wissenschaft, deren Ziel es ist, als «Landschaftskundler» die Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge zu schärfen.

 

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