Etymologisch verweist Trauer auf: die Augen niederschlagen, schlaff sein, nachlassen, aufhören, schläfern, fallen

 


Zombie

Der Begriff Zombie leitet sich von dem Wort nzùmbe aus der Bantusprache Kimbundu ab. Er bezeichnete dort ursprünglich einen Totengeist, der nicht nur als Gespenst, sondern körperlich in die Welt der Lebenden zurückkehren. Als „Untote“ sind Zombies Lebenden gegenüber meist böse gesinnt, weil sie sich für erlittenes Unrecht rächen wollen oder ihre Seele wegen ihres schlechten Lebenswandels nicht erlöst worden ist. In der Populärkultur oft als träge umherirrende Untote oder Infizierte mit ausgestreckten Armen und blutig entstelltem, bereits halbverwestem Gesicht und leerem Blick inszeniert. In der letzten Zeit ist vermehrt eine Abkehr vom metaphysischen Zombiebild zu beobachten. Zombies sind oft träger von Virusinfektionen, wer wer mit ihrem Blut in Kontakt kommt mutiert ebenfalls zum Zombie.

 

Zomies dienen auch als Metapher für ein angepasstes Dahinvegetieren, unterwürfigen und kritiklosen Gehorsam („Kadavergehorsam“), passiven Konsum und Gleichgültigkeit.

 

In den meisten Zombiefilmen gibt es eine gesellschaftskritische Konstante: Die größte Gefahr geht zwar von den Zombies aus, jedoch entwickeln auch gesunde Menschen Im Zuge  des Selbsterhaltungstriebs destruktive Verhaltensmuster: Der Wegfall von sozialen Normen und Werten, der im Zombiefilm typischerweise mit der Invasion der Untoten einhergeht, und die Angst um die eigene Sicherheit – gepaart mit Opportunismus und Egoismus – erzeugen ein Klima der Feindseligkeit, das Kooperation verhindert. Motiv vieler Zombiefilme ist das Abschotten des verbliebenen Restes an Menschen in einer für Zivilisation stehenden Einrichtung, einer Megastadt oder einem Einkaufszentrum.

 

 

 

 

 

"Und darum ist es so wichtig einsam und aufmerksam zu sein, wenn man traurig ist, weil der scheinbar ergebnislose, starre Augenblick, da unsere Zukunft uns betritt, dem Leben soviel näher steht als jener andere laute und zufällige Zeitpunkt, da sie uns, wie von außen her, geschieht." (Rilke)