Ich fange hier neu an. Eine Phantasiereise

 

Stell dir vor, du schwimmst auf einem Floss über das Meer bis am Horizont eine Insel erscheint. Du näherst dich der Insel langsam, setzt einen ersten Fuß in den Sand und sagst: ich fange hier neu an.

 

 



 

 

Lanzarote ist wie ein riesiger Zen-Garten, in dem man perfekt üben kann, was viele Psychologen, die sich immer mehr von fernöstlichen Entspannungstechniken inspirieren lassen, mit ihren Patienten oder gestressten Managern trainieren: Abstand finden von den Gedankenkreiseln, der Reizüberflutung, den Begierden und Wünschen an die Außenwelt, zu sich selbst finden. Dahinter steckt ein Welt- und Menschenbild, in dem der Mensch in größtmöglicher Unabhängigkeit von der Umwelt existiert oder im Extremfall die Außenwelt nur noch als Illusion/Spiegelbild des Inneren sieht. Der Mensch quasi als einsame Insel.

 

Mir gefällt das irgendwie nicht und je länger ich die Bilder von Lanzarote betrachte, und als eine Art innere Seelenlandschaft betrachte, merke ich, was mir da fehlt. Da ist nichts, was mich wirklich berührt, herausfordert, beunruhigt. Sowas wie eine wilde Wiese, in der sich die Sommersonne verfängt, ein uralter verkrüppelter Olivenbaum, der der Zeit und dem Wetter trotzt, Steine, die Geschichten erzählen oder sogar Madonnen, die dich trösten. Genau das, was ich an Apulien so sehr liebe.

 

 



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