Anders Reisen in Apulien

 

Lokale Reiseexperten, alternative Reiseplatformen, Reisevisionen 2040, gelebte Utopien, ausgewählte Projekte und persönliche Tipps für nachhaltige Begegnung mit Land und Leuten in Apulien.

 

Lange Zeit wurde Apulien vom internationalen Tourismus links liegen gelassen, bis es in den 1990er Jahren langsam entdeckt wurde. Von Massentourismus und Bauboom im großen Stil ist der Stiefelabsatz bisher verschont geblieben. Stattdessen investierte der von 2005 bis 2015 regierende Präsident Apuliens Nichi Vendola in Umweltschutz und nachhaltigen Tourismus. Inzwischen boomt der Tourismus im Vergleich zu anderen Regionen Italiens.

 

Bed & Breakfasts schießen jetzt in so mancher Altstadt wie Pilze aus dem Boden.

(Übernachtungsmöglichkeiten in alten Dörfern, Masserien, Trulli oder auf Campingplätze habe ich in dem Artikel -> Allgemeine Reiseinfos kurz beschrieben.)

 

Seit meiner ersten Apulienreise 2014 hat sich einiges sichtlich verändert und im Hinblick auf Gentrifizierung habe ich das auch mit Sorge betrachtet. Aber es gibt auch noch viele Orte abseits der Küste, in die sich kaum ein Tourist verläuft. Eine andere Frage, die mich beschäftig: wie können Reisende am besten mit Einheimischen in Kontakt kommen? Dazu hier einige Ideen und Projekte, die ich gefunden habe.

 


Übernachten in den historischen Zentren

 

Übernachtet ihr in einer der Altstädte, seid ihr irgendwie schon mitten drin. Eine Freundin hat mal eine Liste der Geräusche gemacht, die sie in ein  paar Minuten bei offenem Fenster wahrgenommen hat. Hier die Abschrift:

Klavierspiel, Motor (Auto), Kinderstimme, Taubenflügelschlag, Männerstimme, Frauenrufe, Schritte, Gullideckelklappern (unter Reifen), das Ticken der Wanduhr, eine Fernsehstimme von draußen, Aufprall von einem Ball, Kinderstimme, ein Pfeifen, Fahrräder, Kinderwagen, Hundebellen, Knacken, Klirren, Lachen, dreidimensionales "Ciao", Rollkoffer, Tütenrascheln, Schritte, Klavier, Motorrad, Gullideckel, Kirchenglocken, schnelleres Kirchengeläute (12 Uhr), weit entferntes Kirchengeläute, Schwalbenfiepsen.

Wirklich laut ist es selten, denn für Autoverkehr sind die Gassen zu eng. Allerdings kann es schon mal passieren, dass eine kleine Kapelle am Fenster vorbeizieht, die eine Prozession ankündigt oder abends auf der Piazza um die Ecke ein Konzert stattfindet. Im Sommer wird in vielen Orten Apuliens ein riesiges Kulturprogramm angeboten: Konzerte, Festivals, Kino und das meiste davon ist umsonst.

 


Es gibt ein Recht sich zu amüsieren, aber auch eins zu schlafen.
Es gibt ein Recht sich zu amüsieren, aber auch eins zu schlafen.

 

Unter anderem wegen mangelndem Wohnraum und Gentrifizierung ist Airbnb inzwischen ziemlich umstritten. In Apulien habe ich mit Airbnb sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht: bei manchen ist von der ursprünglichen Idee - Gastgeber zeigen Gästen ein bißchen ihre Stadt - nichts übrig geblieben. Reisende, die daran gar nicht interessiert sind, können nach meiner Erfahrung genauso gut und manchmal sogar billiger über andere Portale die gleiche Wohnungen mieten. Über manche Wohnungs-Bewertung oder Top-Angebot bei Airbnb mußte ich mich im Nachhinein schon ein bißchen wundern.

 

Locals: Lokale Reiseexperten

 

Kleine Reiseunternehmen vor Ort bieten personalisierte Touren, Reisen für kleine Gruppen oder Individualreisende in Apulien. Beispiele:

 

PlacenPeople:

 

Auf der Webseite PlacenPeople findet man geordnet nach den Aktivitäten Food, Kultur, Sport, Meer, Natur, Relax, Shopping oder workshops die unterschiedlichsten Angebote für Touren in ganz Apulien.

 

-> webseite PlacenPeople

 

Apulia Slow Travel:

 

Apulien mit und durch Einheimische erleben und entdecken - das ist die Reisephilosophie von Apulia slow travel. Über sich selbst sagen sie: „Wir sind selber Touristen und sind selber sehr gereist und haben im Ausland gelebt. Was wir an unseren Reisen immer sehr faszinierend gefunden haben, ist das Menschliche, die Menschen, die wir getroffen haben und ihre Geschichte. Dadurch konnten wir uns ein wahres Bild des Landes verschaffen. Durch unsere Erfahrung als Reiseleiter merken wir immer, dass was den Gästen am meisten gefällt, jenseits der Schönheiten des Landes, ist eben das Menschentreffen auf Augenhöhe. Wir sind uns bewusst, dass das Menschlische und eine menschlische Beziehung aufzubauen das ist, was die Gäste meist mit nach Hause von einer Reise mitnehmen. Die menschliche Erfahrung ist eine Reise wert! Was wir eben unseren Gästen anbieten, ist die Möglichkeit das Land durch die Augen der Einheimischen zu entdecken und zwar nicht nur durch uns sondern durch unsere Freunde, Verwandte und Bekannte. Unsere Routen gehen über die traditionellen Reiserouten hinaus. Wir besuchen gemeinsam Straßenmärkte, Friedhöfe, kleine versteckte Osterien, wo nur Einheimische hingehen, wir zeigen nicht nur die schöne Seite des Landes, sondern auch die schlechte. Uns ist es wichtig, dass die Gäste eine kulturbereichernde Erfahrungen mit uns machen und nicht einfach schöne Ecken fotografieren, ohne diese Ortschaften mit schönen Erfahrungen zu assoziieren, aber auch nicht dass die Gäste die schlechte Seiten des Landes sehen, ohne die Hintergrunde zu erfahren. Es ist eine schwierige Aufgabe für uns, aber das machen wir gerne und mit Leidenschaft! :)"

-> webseite apulia slow travel ( deutsch)

 

 

Reisevisionen 2040 von Italia che cambia

 

Die italienische non-profit Webseite " Italia che cambia" ( Italien im Wandel) stellt ihre Visionen eines zukünftigen Tourismus vor: "Tourismus bedeutet Reisen, Wissen, Verantwortung, Kultur. Ein Tourismus für alle, verantwortungsbewusst, ethisch, nachhaltig, gemacht von bewusst Reisenden und vorgeschlagen von einem Netzwerk von Betreibern, die in Werten, Image und operativer Synergie vereint sind."  Italia che cambia erzählt, kartiert und vernetzt diejenigen, die einen positiven Wandel in Richtung größerer Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher, sozialer, ökologischer und kultureller Gerechtigkeit bewirken. (Italia che cambia ist ein Verein und eine eingetragene Zeitung, mehr dazu hier -> Italien im Wandel)

 

Die Murgia
Die Murgia

 

Für Apulien habe ich auf der Karte von Italia che cambia zum Beispiel diese drei Beispiele für Tourismus gefunden. Alle befinden sich in der Nähe der Murgia, der größten Karstebene Italiens, die touristisch kaum erschlossen ist. Landschaftlich geprägt ist die Vor-murgia, die zur Adria abfällt, von Weinreben, Mandel- und Olivenbäumen. Die bis zu 700 m hohe Alta Murgia ist dagegen bis auf Felsen und Felder fast kahl durchzogen von tiefen, canyonartigen Schluchten.

 

 

Ciclo Murgia

 

Das CicloMurgia-Projekt zielt darauf ab, das natürliche und kulturelle Erbe der Alta Murgia durch die Förderung von Dienstleistungen für Radfahrer aufzuwerten. CicloMurgia hat zehn Radwanderwege im Gebiet des Nationalparks Alta Murgia entwickelt und dabei Gebiete integriert, die aufgrund des Fehlens von Werbekampagnen oder der schwierigen Zugänglichkeit der Orte benachteiligt sind.

 

-> Trekking und Fahrradtourismus im Nationalpark Alta Murgia

 

 

Fattoria Sociale Naturalmente

 

Der Bauernhof Fattoria Sociale Naturalmente entstand aus Leidenschaft für die Natur, die Landwirtschaft und das Landleben, das aus langsamen Rhythmen besteht und tief mit den lokalen Traditionen und dem Respekt vor den natürlichen Ressourcen verbunden ist.
Durch den Kontakt mit der Natur und mit den Tieren, vor allem den Eseln auf dem Bauernhof, kann man die Regeln und die Schönheit des Zusammenseins wiederentdecken. Man versteht, wie wichtig es ist, in der Natur zu sein, zu den kleinen wesentlichen Dingen und zu unseren gemeinsamen Wurzeln zurückzukehren. Der Kontakt mit den Eseln soll bei der Wiederentdeckung der Fähigkeiten helfen, anderen zuzuhören, zu entdecken und Stress abzubauen, denn wie Pirandello sagt: "Vor einem Esel bricht jedes philosophische Gerüst zusammen". ( in der Nähe des Nationalparks Altamura bei Andria)

keine eigene Webseite, -> nur facebook

 

B&B Il Girasole


Il Girasole befindet sich in einem der ältesten Gebäude in Biccari und wird von Luca, 26 Jahre alt, mit Down-Syndrom, geleitet. Luca hat am Hotelinstitut gelernt und träumte seit seiner Kindheit davon, ein Hostel zu führen. Im Jahr 2009 hat er zusammen mit seinem Bruder Pasquale im historischen Zentrum von Biccari Il Girasole eröffnete.
Luca hat eine besondere Fähigkeit, Verbindungen zu Menschen herzustellen, dank seiner besonderen Kondition, die, anstatt Barrieren zu schaffen, Barrieren abbaut. Er hat auch ein präzises Projekt zur Neuqualifizierung und Aufwertung des Territoriums durch die Wiederentdeckung der Bergregion und kleiner Dörfer wie Biccari ebtwickelt.

-> webseite il girasole

 

Als  Reiseplattformen, die die Visionen 2040 umsetzen, werden bei Italia che cambia aufgelistet:

Destinazione Umana

 

Die Idee von Destinazione Umana ist nicht zu fragen: wohin willst du reisen, sondern wen willst du kennenlernen?  Die Reisen sollen dazu anregen, einen Weg der Veränderung und des persönlichen Wachstums einzuschlagen. Veränderungen machen uns Angst und geben uns das Gefühl, allein zu sein: Aus der Begegnung mit den Geschichten und Erfahrungen derer, die dies bereits getan haben, können wir den Mut schöpfen, unser Leben zu verbessern. "Wir lieben Italien, sein unendliches Erbe an Schönheit, seine abwechslungsreiche Natur, den unglaublichen Schatz antiker Traditionen, die wie Teile eines Puzzles unsere Einzigartigkeit ausmachen. Ziele weit weg vom Massentourismus, hin zu Orten mit authentischem und "menschlichem" Charakter. Kleine Dörfer, von Entvölkerung bedrohte Gebiete im Landesinneren Italiens, Länder, die ihre Türen öffnen, damit Sie sich wirklich willkommen fühlen." So heißt es in der Selbstdarstellung. Außerdem im Fokus stehen Reisen für Frauen. Für Apulien habe ich aktuell aber leider kein Angebot gefunden.

 

Ecobnb

 

Als Alternativen zu Airbnb hat sich Ecobnb entwickelt. Ecobnb wirbt damit, einen Tourismus zu fördern, der Natur, Wirtschaft und die örtliche Gemeinschaft respektiert. Als Unterkünfte werden z.B. Bio-Hotels und -Bauernhöfe,  Baumhäuser, Bed & Breakfasts an Stränden, Alberghi Diffusi in alten Dörfern angeboten. Damit eine Unterkunft bei Ecobnbn angeboten werden kann, muss sie 5 der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Biologische oder regionale Lebensmittel

  • grüne Bauweise

  • 100% erneuerbare Energie

  • Energiesparlampen

  • Solares Wasserheizsystem

  • Ökologische Reinigungsprodukte

  • Mehr als 80% Mülltrennung

  • Autofreie Anreise

  • Wiederaufbereitung von Regenwasser

  • Durchlaufbegrenzer

Fairbnb

 

Eine neue Plattform für nachhaltigen Tourismus Fairbnb.coop ( befindet sich noch im Aufbau, Stand April 2020). Fairbnb wird vorerst in den Städten angeboten, die vom Massentourismus bzw. Overtourism betroffen sind. Im Zentrum von Fairbnb soll die Gemeinnützigkeit stehen.

  1. Kollektives Eigentum: Hinter Fairbnb stehen nicht die Gründer, sondern die Menschen, die die Plattform überhaupt erst möglich machen. Diese sollen vom finanziellen Erfolg profitieren.

  2. Demokratische Führung: Um die Interessen der lokalen Bevölkerung berücksichtigen zu können, arbeitet Fairbnb eng mit der lokalen Regierung und den Menschen vor Ort zusammen. Im Austausch mit ihnen soll zum einen ein nachhaltiger Tourismus gefördert, zum anderen Entscheidungen im Sinne der Nachbarschaft getroffen werden können.

  3. Soziale Nachhaltigkeit: Der finanzielle Erfolg soll unter anderem auch in soziale Projekte investiert werden, die das Leben vor Ort verbessern sollen. Dazu zählen beispielsweise der Bau von Spielplätzen, Gemeinschaftscafés oder Projekte im Nachhaltigkeitsbereich. Über den Einsatz entscheidet die lokale Bevölkerung.

  4. Transparenz & Verantwortung: Fairbnb möchte so transparent wie möglich wirtschaften. Gleichzeitig verspricht die Plattform einen verantwortungsvollen Umgang mit personenbezogenen Daten.

Fairbnb.coop startet im April 2020 die Kampagne #IoRestoaCasa ( Ich bleibe zuhause ) und #ViaggioDomani ( Morgen reisen). Der Erlös künftiger Reisen soll zur Unterstützung von Ärzten, Krankenschwestern und medizinischem Personal, das an vorderster Front gegen das Coronavirus kämpft, verwendet werden. Eigentümer von kleinen Betrieben und touristische Einrichtungen können sich kostenlos anmelden.

 

Gelebte Utopien in Apulien

 

Ebenfalls auf der Plattform von Italia che cambia habe ich diese beiden Orte gelebter Utopien in Apulien gefunden: die antikapitalistische Kommune "Urupia" im Salento und das Ökodorf "Il giardino della gioia".

Die Urupia - Kommune

 

Urupia befindet sich in der Nähe von San Marzano di San Guiseppe im Salento. Das Projekt entstand Anfang der neunziger Jahre aus der Begegnung zwischen einer Gruppe von Menschen aus dem Salento - damals fast alle Redakteure der Zeitschrift Senza Patria - und Menschen aus Deutschland, "Militanten" der radikalen Linken in Deutschland.

 

Die Prinzipien der Kommune Urupia sind vor allem das Fehlen von Privateigentum und das Konsensprinzip, d.h. die Einstimmigkeit der Entscheidungen. Jedes Jahr können die Mitglieder von Urupia einen "Ausstiegsvertrag" abschließen, der eventuelle Bedingungen für die Aufgabe der Gemeinde vorsieht. Bis dahin wird jeder Bedarf eines Mitglieds von der Gemeinschaft getragen, einschließlich aller Ausgaben für die Unterstützung von Kindern oder die Pflege bedürftiger Angehöriger.

Gegenwärtig beherbergt Urupia etwa 25 Mitglieder plus Gäste. Urupia produziert Öl, Wein und andere landwirtschaftliche Produkte, organisiert kulturelle Aktivitäten und Kurse verschiedener Art. Nachhaltigkeit ist einer der zentralen Werte in der Urupia-Gemeinschaft. Aus diesem Grund haben sie die Phytopurifikationsanlage gebaut, sie heizen mit Holz, verfügen über Photovoltaik- und Solarthermiepanele und arbeiten in der kontinuierlichen "Effizienz" des Verbrauchs.

 

Urupia sollte ein Laboratorium der Selbstverwaltung sein, das in der Lage war, gleichzeitig die maximale Entfaltung der individuellen Möglichkeiten und die Achtung der menschlichen Vielfalt einerseits und die maximale Negation der Gesetze des Marktes und den Widerstand gegen die Gesetze des Privilegs und des Profits andererseits zu ermöglichen. Urupia will Möglichkeiten eines individuellen und kollektiven Lebens, das die Ungerechtigkeiten des herrschenden Systems so weit wie möglich vermeidet, ausloten.

 

Urupia wurde als eine offene Gemeinde geboren: Jeder Interessierte erhält die Möglichkeit, sich über unser Alltagslebens auszutauschen und an der sozialen Werkstatt teilzunehmen, die das Urupia-Projekt darstellt. Gastfreundschaft wird als Teilhabe an unserem täglichen Leben, d.h. an allen Aktivitäten der Gemeinde, konzipiert und erlebt.

 

Berichte in der deutschen Presse:

 

-> Zwölf Kommunarden im Lande der Urus (ND)

 

-> Besuch in Urupia (von family4travel)

 

-> Webseite Urupia

 

Das Ökodorf  "Il Giardino della Goia"

 

Il Giardino della Gioia ( Der Garten der Freude ) ist ein Ökodorf im Herzen des Gargano. 
Das Dorf fördert einen Lebensstil, der die Natur, die Menschen, die natürlichen Kreisläufe und alle Wesen respektiert, in einer Vision des inneren Wachstums und der spirituellen Verwirklichung durch einen Weg der Meditation und der Arbeit an sich selbst in einer Atmosphäre des Lichts und der Freude an der Einfachheit des täglichen Handelns.

 

Es gibt zwei synergetische Gemüsegärten, 2 Komposttoiletten, ein Phytoreinigungssystem und ein Regenwassersammelsystem. Bei allen Projekten wurden so weit wie möglich lokale Naturmaterialien verwendet. Außerdem wurden etwa 200 Obstbäume gepflanzt, um die Oliven-Monokultur in einen reichen und vielfältigen, essbaren Garten umzuwandeln.

Der Garten ist offen für Besucher, die bereit sind, sich mit 5/6 Stunden Arbeit pro Tag (außer am Sonntag) zu beteiligen. Um im Garten leben zu können, muss man ein assoziiertes Mitglied werden (Jahreskarte 15€) und die Regeln der Gemeinschaft akzeptieren.
Während des Sommers wird um einen täglichen Beitrag im Austausch gegen Essen und einen Schlafplatz gebeten, da es tagsüber zu heiß zum Arbeiten ist.

-> Webseite Giardino della Gioia

 

 

Arbeiten in Apulien

 

-> WWOOF vermittelt weltweit Freiwillige in die ökologische Landwirtschaft und möchte Menschen verbinden, die einen naturverbundenen Lebensstil pflegen. Ihr arbeitet in der Regel ca. 6 Stunden pro Tag und erhaltet im Gegenzug freie Kost und Logis. Ich habe es einmal ausprobiert und war begeistert. -> mein Erfahrungsbericht

 

Andere Netzwerke, die Hilfstätigkeiten im Ausland vermitteln, sind zum Beispiel:

->workaway.info

->helpx.net

 

Italienisch lernen in Apulien

 

Das italienische Sprach- und Kulturinstitut Porta d´Oriente bietet Italienischkurse im Salento ( Otranto, Lecce, Galiipoli) . Zum Angebot gehören auch Unterkünfte, geführte Touren, Kulturelles. Alle Infos auch auf deutsch, sowie ein Überblick über die schönsten Strände im Salento.  -> Porta d´Oriente

 

Persönliche Tipps

 

 1. Offen und neugierig sein für Begegnung. Wer die Sprache nicht spricht, kann sich mit Händen und Füßen durchschlagen. Viele Italiener sprechen kein englisch, sind aber begeistert, wenn  man sich bemüht ein paar Worte italienisch zu sprechen.

 

Vorsicht: Besonders italienische Männer zeigen sich gern zuvorkommend und hilfsbereit gegenüber Touristinnen. Manche hupen Frauen sogar noch auf der Straße nach. Ich bin in Apulien nie blöd angemacht oder bedrängt worden, aber als Frau allein unterwegs muss man sich u.U. auf ein anderes " Gehabe" einstellen.

-> mehr über den italienischen Machismo, Männer- und Frauenbilder

 

2. Schlendern ( Orte, Kirchen, Graffitti, Streetart oder Feste verraten viel über die Lebensweise). Wer sich nur von Reiseapps nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten leiten lässt, verpasst das beste. So entdeckt ihr euren persönlichen -> Lieblingsort in Apulien

 

3. Meidet touristisch überlaufene Orte, besonders die kleineren wie z.B. Alberobello oder bewegt euch an diesen Orten weg von den Zentren an die Peripherie. ->Taranto zum Beispiel ist so gut wie gar nicht von Tourismus geprägt. Meidet wenn möglich die Hauptsaison ( Mitte Juni bis Ende August).

 

4. Bloß nicht: oben ohne am Strand ist weitestgehend tabu. Leichte Kleidung in der Kirche habe ich öfter gesehen ( auch von Apuliern ). Diese Toleranz sollten Touristen aber nicht überstrapazieren, finde ich.

 

Aus eigener Erfahrung kann ich zum Übernachten empfehlen :

Palazzo Ulmo in Taranto

Palazzo Ulmo in Taranto ( Gastgeber Markus und Teresa sprechen deutsch und italienisch) .

 

-> Reisebericht Taranto.

 

 

MonsRoni B&B in Adelfia

Wer möchte, kann eine Tour dazubuchen (Gastgeber Max spricht englisch und italienisch).

-> Webseite inpuglia

Tel: +39 328 893 9417