Medien

Was ist los in Italien?  Wie geht das Land mit dieser Krise um, die es um vieles härter getroffen hat als uns? Das war Motivation, mich mal näher mit Alternativen zu den italienischen ( und deutschen) Leitmedien zu beschäftigen. Ich schließe damit an den Artikel an, in dem ich mich ausführlich mit der Angst -  ausgelöst durch Corona - beschäftigt habe.  -> Rituale gegen Angst und zum ersten Mal auf doppipzero aufmerksam wurde.

Meine Angst verwandelt sich gerade ( Mitte Mai). Ich habe Angst, dass die Angst vorübergeht, ohne eine Veränderung zu hinterlassen. Dass all dieses Leiden umsonst gewesen sein wird.

 

Das Kuturmagazin doppiozero hat mich also ziemlich begeistert. Doppiozero veröffentlicht auch auf englisch. Mein italienisch ist schlecht, aber mitlerweile gibt es Übersetzungssoftware, die das Lesen italienischer Texte erheblich einfacher macht.

 

Beispiel: Der Artikel -> " Riepensare la scene" (Die Szenen überdenken, 15. Mai 2020). Schon die Fotos sind großartig. Angucken!

Aber es gibt mehr als doppiozero. Ich beginne hier mit einer Liste für Italien mit Fokus Apulien.

 

doppiozero - Kulturzeitschrift

 

doppiozero ist eine italienische Kulturzeitschrift mit Ausgaben auf Italienisch und Englisch, die seit dem 14. Februar 2011 online ist. Mehr als 900 Schriftsteller, Kritiker, Journalisten, Forscher, Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen arbeiten in den Bereichen Kunst, Literatur, Kino, Philosophie, Architektur, Theater, Design und politischen Kontexten bei doppiozero zusammen.

 

Sie erzählen von einem Italien, das eine andere Sprache spricht als die offizielle Rhetorik und nicht die pessimistische Neigung teilt, die einen Großteil des öffentlichen italienischen Diskurses in den letzten zwanzig Jahren bestimmt hat. Doppiozero möchte eine Perspektive auf Italien bieten, die das herkömmliche Bild eines rückwärtsgewandten Landes, das sich der nostalgischen Verteidigung seiner Traditionen verschrieben hat, aktualisiert. ein Italien, das offen mit den Fragen und Konflikten der Gegenwart umgeht und sein kulturelles Erbe auch in der vernetzten Welt, bewusst wiederbelebt. doppiozero international will Lesern auf der ganzen Welt einen italienischen Standpunkt zur zeitgenössischen Situation bieten, im Sinne einer Erweiterung und Differenzierung über die traditionellen Grenzen von Sprache und Kultur hinaus.

 

Unser Ziel ist es, einen Dialog mit anderen weltweit zu eröffnen, die sich mit den gleichen Themen befassen und neue Perspektiven und neue Formen der Kritik unserer Zeit verfolgen. Für alle, die sich durch traditionelle Wissensmodelle eingeschränkt fühlen und nach Wegen suchen, die Gegenwart zu verstehen, ohne die Geschichte zu vergessen.

 

Die Aktivitäten von doppiozero umfassen:

 

- einen Verlag für digitale Sachbücher und Belletristik;

- das Kuratorium der redaktionellen und kuratorischen Wege für Institutionen wie die UNESCO, die Biennale von Venedig, das Museum of 900, Festivaletteratura di Mantova, La Stampa, Il Sole 24 Ore, Electa, Pearson Italia, Comune di Milano, Festarch - Abitare, Officine Cantiere Ansaldo;

- spezielle Projekte, die die neuen Medien mit Kunst und Literatur verbinden, wie die Neufassung von Calvinos Italienischen Märchen auf Twitter (das einzige italienische Projekt, das beim Festivaletteratura di Twitter in New York ausgewählt wurde).

-Zusammenarbeit und Partnerschaft mit Festivals, Unternehmen, Verlagen und Kulturverbänden.

-Ausbildung für Unternehmen

 

doppiozero bietet seinen Lesern einen offenen Raum der Ideen, einen Ort zur Vertiefung, zum Schreiben und zur Entwicklung innovativer Kulturprojekte. Es fördert den Aufbau einer Gemeinschaft, die in der Lage ist, den zeitgenössischen Konformismus kritisch zu hinterfragen. Für eine andere Zukunft, und nicht nur für einige wenige.

 

www.doppiozero.com

 

Italia che cambia ( Italien im Wandel)

 

Eine Tageszeitung, die die Geschichten derjenigen in Italien erzählt, die nachhaltige Alternativen von unten schaffen, über die Welt der alternativen Wirtschaft, des Sozialen, der ökologischen Nachhaltigkeit und der Rechtslage informiert. Dies versucht Italia che cambia zusammen mit vielen anderen Journalisten, Bloggern und Videomachern, die jeden Tag (oft im Internet oder in kleinen Lokalzeitungen, von den Mainstream-Medien brüskiert) versuchen zu erzählen, was funktioniert und was getan werden kann, um Dinge zu verändern.

 

https://www.italiachecambia.org/contenuti/

 

Terre di frontiera

 

Unabhängiges Magazin zu den Themen Umwelt, Süden und Mittelmeerraum. Die Themenbereiche gliedern sich in:

 

Editorial, Kompass, Interviews, Gebiete, Migranten, Fotoreportage, Fossile Energien, Die Geschädigten, Ilva, Gasleitung ( z.B. No Tap in Apulien), Müll und Abfall, Panoramen ( Umwelt und Natur), Multinationale Unternehmen, Gegenkulturen, Süden. Dazu gibt es Spezialausgaben zu bestimmten Themen, z.B. die Ausbeutung der Migranten in den Ghettos in Süditalien.

 

Das gesamte von der Redaktion verfasste Material steht unter der Lizenz "Creative Commons Attribution - Non-commercial - Share Likewise 4.0 International" zur Verfügung. Es bedeutet, dass es reproduziert werden darf, solange Sie Terre di frontiera erwähnen, es nicht für kommerzielle Zwecke verwenden und es mit derselben Lizenz weitergeben.

 

 - > www.terredifrontiera.info

 

 

Cooperativa Quarantadue und Möbius

 

"Ich habe immer gesagt, es hat etwas mit
grundlegend falsch im Universum".
( Reiseführer per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams, 1979)

Der Irrtum ist der Motor des Universums. Daraus erwächst die Fähigkeit, sich neu zu erfinden, neue Horizonte zu eröffnen, jede Grenze zu überschreiten.

Dies ist die Idee von Cooperativa Quarantadue, einem Produktionsunternehmen in Bitonto (Apulien). Das Unternehmen beschäftigt sich mit Dokumentation, Fotografie, Reportage, Unternehmensvideo, Web-Inhalten, sozialen Strategien und Veranstaltungen. Das multidisziplinären Teamvon Quarantadue fördert die Aktivitäten des Dokumentations- und Forschungszentrums "Möbius", das sich durch die Produktion von Multimedia-Reportagen über die Ränder der Gesellschaft und sozialen Minderheiten befasst.

 

Das Dokumentations- und Forschungszentrum "Möbius" konzentriert sich auf die Phänomene der sozialen Eingliederung/Ausgrenzung, insbesondere in Süditalien und für den gesamten Mittelmeerraum. "Möbius" setzt sich aus transdisziplinären Mitarbeitern - meist jungen Geistes- und Sozialwissenschaftlern, Journalisten, Fotojournalisten, Videomachern und Rundfunkexperten - zusammen und schlägt Handlungsweisen vor, die von der Produktion von Dokumentarfilmen und Fotoreportagen.

 

In Zusammenarbeit mit der Cooperativa Quarantadue entstand auch der Dokumentarfilm Libertà ( Freiheit, Italien 2019, 30 min) von Savino Carbone, Reporter und Fotojournalist aus Apulien, gefilmt in Bari im Jahr 2019.

 

www. cooperativaquarantadue.com