Nachleuchtende Erinnerungen an den Sommer in Apulien

Schönheit als Erinnerung. Einige meiner liebsten Landschaftsbilder aus Apulien.

 

 


 

 

 

Kennt ihr das? Ihr kommt von einer Reise nach Hause, seht euch die Urlaubsfotos an und denkt "Gott, war das schön!" und dann fragt ihr euch vielleicht, ob ihr das, was ihr gesehen oder erlebt habt, in dem Moment überhaupt genug wahrgenommen und gewürdigt habt? Schönheit ist ein langsamer Pfeil könnte man meinen, manchmal wirkt sie erst im Nachhinen, aber dann um so intensiver. Einer meiner Lieblingsphilosphen hat das besser ausgedrückt. Aber auch für diesen Satz muss man sich Zeit nehmen.

 

"Wer nun erst frisch von der Weihe kommt und einer von denen ist, die dort im Jenseits viel erschauten, der, wenn er ein göttliches Antlitz, welches die Schhönheit wohl nachbildet oder eine Körpergestalt erblickt, wird zunächst, der damals erlebten Bedrängnis gedenkend, von Bestürzung befallen, dann aber recht zu ihr hintretend, erkennt er ihr Wesen und verehrt sie wie einen Gott, denn die Erinnerung zur Idee der Schönheit erhoben schaut diese wiederum neben der Besonnenheit auf heiligem Boden stehend."

 

(Walter Benjamin über die Gewesenheit nachleuchtender Erinnerung aus dem Buch "Die Errettung des Schönen" von Byung-Chul Han)


 

 

 

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