Refugees Welcome: Willkommenskultur auf Apulisch

 

Ein paar Fundstücke, die ahnen lassen, das Willkommenskultur in Apulien tiefer verwurzelt ist als bei uns....

 

 


Taranto
gesehen in Taranto

 

„Ich habe einen Traum. Einen Traum vom Mittelmeer, von Felsen und Salz, nach wildem Rosmarin duftend, klar smaragdfarben, bläulich. Einen Traum, der sich in den Wellen der Gischt, in den Geheimnissen des Meeres verliert. Es ist ein Traum von Vermischung: eine Komposition arabischer Noten und balkanischer Klänge; dazu Griechisches - wie die weißen Steine von Otranto - und Provancalisches - wie in den Klängen des Apennins. Ich träume den Traum eines friedlichen Miteinanders, von gegenseitiger Bereicherung bei aller Andersartigkeit, von einem Zusammenleben, bei dem alle Beteiligten gewinnen. Genau hier, an diesem Ort der Erde, der so reich ist an Erzählungen, ein Ort der von den Kreuzungen und Vermischungen der Kulturen nur so strotzt."

 

(Nicki Vendola,  von 2005 - 2015 Ministerpräsident Apuliens)

Die Sichtweise des Mediterranen Denkens rückt das Mittelmeer geografisch wieder ins Zentrum der Landkarte. Dadurch wird aus einem Meer, das als blaue Grenze ein Land vom anderen trennt, ein Raum, der als Verbindung gedacht werden kann.

Das soll keine Rückkehr zur antiken Geschichte sein sondern zeigen, was das Mittelmeer heute wichtig macht: seine Stellung als Schnittstelle, Vermittlungs- und Kontaktzone zwischen den Völkern. Der lateinische Begriff „ mare nostrum“ soll nicht als Besitzanspruch eines einzelnen Volkes formuliert werden, sondern als Plurales „wir“. Da, wo seit Jahrtausenden Ankünfte und Abfahrten miteinander abwechselten, gibt es kein monolithisches, ganzes „Wir“ das vor der Gefahr der Anderen in Schutz genommen werden müsste..“

 

(Franco Cassano)

 

Refugees Welcome

 

Wanderer auf der Flucht seid alle willkommen, was immer euer Herkunftsort ist, welche Barberei euch auch gezwungen hat zu fliehen und das Schicksal herauszufordern, bitte akzeptiert unser Willkommen und unser unendliches Bedauern, verzeiht! Wir entschuldigen uns, nicht in der Lage zu sein euch einen anderen Weg für die Flucht sichern zu können, euch zu zwingen den Tod herauszufordern, um die Möglichkeit eines besseren Lebens zu erhalten. Verzeihung für die Tausenden Männer, Frauen und Kinder, die schon vor dem Mittelmeer gestorben sind, ertrunken in unserem Egoismus und unserer Gleichgültigkeit. Entschuldigt die aufgezwungene Absonderung, ohne dass ihr eine Straftat begangen habt, entschuldigt das unzureichende, oft unmenschliche Aufnahmeverfahren, das diese Regierung euch auferlegt, weil sie mehr an Wahlumfragen interessiert ist als an humanitärer Hilfe. (...) Und sei San Trifone mit euch. Antirassisten von Terra di Bari

 

(gefunden auf facebook)

 


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